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oliver rust

Ich bin Ehemann, Vater von drei Jungs und Männer-Coach. Ich lebe mit meiner Familie in einem alten Bauernhaus auf einem Hügel im Toggenburg, rundherum nur Natur. Meine Haut ist voller fliegender Wesen. Sie stehen für meine Sehnsucht nach Freiheit.

 

Fünfundzwanzig Jahre lang war ich Fotograf. Am Ende haben sich die Leute nicht für die Bilder bedankt, sondern für das Gespräch.

 

Dann kam Corona, und von einem Tag auf den anderen durfte ich nicht mehr arbeiten. Ich dachte, ich verliere meinen Beruf. Verloren habe ich die Antwort auf die Frage, wer ich bin, wenn ich nichts leiste.

 

Lange hatte ich Freiheit draussen gesucht: in Religion, Sport, Motorrädern, Liebe, Karriere. Gefunden habe ich sie erst, als nichts davon mehr da war.

 

Seit vier Jahren arbeite ich mit Männern. Ich bin in Ausbildung zum Facilitator bei Sacred Sons und sitze weiterhin in Kreisen, in denen nicht ich führe. Ich glaube nicht an Coaches, die fertig sind.

 

Früher habe ich Menschen von aussen gezeigt. Heute arbeite ich an dem, was sie darunter tragen.

 

Ich begleite wenige Männer gleichzeitig. Anders will ich nicht arbeiten.

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